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Geschlechtsneutralität

Geschlechtsneutralität

L hat mir die Idee eingegeben für das Wort von L folgende geschlechtsneutrale (Abkürzung g) Personalpronomen in der dritten Person singular einzuführen und zur Übernahme in die deutsche bzw. englische Sprache vorzuschlagen: ze im Englischen und zie im Deutschen.

Der Buchstabe z soll einen eigenen Wortstamm begründen, der auch in anderen Sprachen angewendet werden soll, sofern dies zu keinen Kollisionen mit bisherigen Wörtern führt. Buchstaben wie j (zu schlecht deklinierbar) oder x (zu undeutsch) kommen nicht in Frage und wurden ebenfalls erwogen. Es soll zu keinen Verwechslungen mit Wörtern der jeweils anderen Sprache kommen bzw. eine Grundähnlichkeit gewahrt werden.

Die Deklination im Englischen ist ze (subjektiv) zer (objektiv), zerself (reflexiv) und zis (possessiv). Die Endung für Substantive ist -rel. Das Überwiegen der weiblichen Ableitung trägt der Tatsache Rechnung, dass das männliche Personalpronomen bisher vorherrschend war und somit eine ausgleichende Gerechtigkeit herzustellen ist.

Die Deklination im Deutschen ist zie (Nominativ), zihrer (Genitiv), zihr (Dativ und Anfang des zugehörigen Possessivpronomens) und zihn (Akkusativ). Die zugehörigen Artikel lauten don, dor, dor und don; die Relativpronomen don, doren, dor und don. Die Endungen für Adjektive, Substantive, Pronomen und den unbestimmten Artikel lauten -on, -or, -or und -on im Singular und -onen im Plural. Die Deklination der Adjektive in Verbindung mit Artikeln und Substantiven lautet: einon/don -e -on (Nominativ und Akkusativ) und einor/dor -en -or (Genitiv und Dativ). Man wird durch on, -mann und -frau durch -on ersetzt. Für das Überwiegen der weiblichen Ableitung gilt das gleiche wie im Englischen.

Beispiele (für die deutsche Sprache)

Gott wird in der Religion der Liebe mit L bezeichnet und ist geschlechtsneutral, also heißt es: don L. Man findet die geschlechtsneutrale Form zu einem männlichen Substantiv, indem entweder das männliche Suffix durch on ersetzt wird: don Mession (aus: der Messias) und don Prieston (aus: der Priester) oder angehängt wird: don Bischöfon (aus: der Bischof). Zwischen Artikel und Substantiv stehende Adjektive bleiben unverändert: don gute Betreuon (aus: der gute Betreuer).

Zie zeigt dor aufmerksamen Schiedsor den Brief dor Professoror (aus: Er/sie zeigt dem/der aufmerksamen Schiedsmann/Schiedsfrau den Brief des Professors/der Professorin). Einon Vermittlon zwischen den Anwältonen, doren Weisheit zihr zum Vorteil gereichte, machte donselbe auf zihren Fehler aufmerksam (aus: ein/eine Vermittler/in zwischen den Anwälten/Anwältinnen, dessen/deren Weisheit ihm/ihr zum Vorteil gereichte, machten denselben/dieselbe auf seinen/ihren Fehler aufmerksam).

Die Veränderungen greifen insofern wenig ein, da es nur zusätzliche Wörter gibt. So heißt es nach wie vor: Niemand, dem ... und nicht nieond, dor ... Hierüber ist aber das letzte Wort sicherlich noch nicht gesprochen :-).

© 2008 by Boris Haase


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