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Bezugstheorie

Bezugstheorie

Im Folgenden soll eine äußerst leistungsstarke philosophische Theorie vorgestellt werden, die aufgrund ihrer Prägnanz die Philosophie revolutionieren dürfte.


Substanzen und Bezüge

Die Bezugstheorie baut auf Substanzen auf. Substanzen sind diejenigen Entitäten, die nicht weiter analytisch zerlegt sind. Beispiele sind die nach der analytischen Zerlegung gewonnenen Substanzen zu Raum und Zeit. Gelegentlich muss zu eigenen Urformen weiter fortgeschritten werden wie {Kann} und {Muss}, was durch die geschweiften Klammern verdeutlicht wird. Genauer sind die Substanzen gemeint, die auf Können und Müssen basieren. Hier wird vom Prozess abstrahiert.

Alternativ kann von der Raum- bzw. {Kann}-Substanz gesprochen werden. Substanzen werden durch eine weitere Substanz zur Welt verknüpft: den Bezug. Der Bezug stellt den "Kitt" der Substanzen her, ihren Zusammenhalt. Er ist eng verknüpft mit dem mathematischen Begriff der Relation, der alternativ verwendet werden kann.

Es gibt jedoch Unterschiede. Relationen beruhen auf Elementen und Mengen, Bezüge auf Substanzen und Bezügen von Substanzen. Die alternative Verwendung beruht auf der strukturellen Gleichwertigkeit beider Begriffe. Eine Relation kann bestehen oder nicht. On kann jedoch Wahrscheinlichkeiten für das Bestehen einer Relation wiederum als Relation zuordnen. Das Gleiche kann für Bezüge über Zuordnungen (ihrerseits Bezüge) gelöst werden.

Es gibt jedoch strukturelle Abweichungen, auch in der Notation. Relationen werden als n-Tupel notiert, Bezüge vorwiegend als (geschachtelte) Paare. On kann die n-Tupel für Bezüge übernehmen, wenn on klarstellt, was damit gemeint ist: ein gleichwertiger Bezug. D. h. es gibt Bezüge der Bezogenen zum Beziehenden.

Bezüge sind gerichtet und zwar immer vom Bezogenen zum Beziehenden. Ein Doppelbezug kann als ungerichteter Bezug im Sinne der Graphentheorie aufgefasst werden. On drückt aus: Es gibt einen Bezug zwischen Bezogenem und Beziehendem und diese werden miteinander identifiziert, d. h. nicht unterschieden. On sagt: Es besteht ein Bezug zwischen a und b und nicht a ist auf b bezogen (oder b auf a).

Relationen beziehen sich auf wohlunterschiedene Elemente. Müssen Bezogenes und Beziehendes wohlunterschieden sein? Sie müssen im Sinne der Theorie wohlunterschieden sein, d. h. "im Sprechen über". Wir sprechen über Wohlunterschiedenes, auch wenn das, worüber wir sprechen, in Wahrheit nicht wohlunterschieden ist. D. h. die Benennungen sind wohlunterschieden.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Bezug und Existenz. D. h. Bezüge existieren stets. Es gibt keine nicht-existenten Bezüge. Dies ist ein immanentes Problem. Ein nicht-existenter Bezug enthält einen Bezug: den Bezug der Nicht-Existenz. Beide sind sorgsam voneinander zu unterscheiden. On spricht von Setzen von Bezügen, wenn ein Bezug hergestellt wird. Dies befreit vom Passiv und vom Prozesshaften.

Dem Bestehen eines Bezuges können Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden (als Bezug). Dies kann auch mit Relationen geschehen, die bestehen können oder nicht. Dies ist also ein rein interpretatives Problem. Die Relation besteht, ihr Bestehen ist aber mit einer Wahrscheinlichkeit versehen. Ich hoffe, die Mathematikonen verzeihen mir diesen Trick. Dies ist der wesentliche Unterschied zwischen herkömmlichen Relationen und Bezügen neben der Wohlunterschiedenheit. Da das Wort Bezug kürzer ist als Relation, verwende ich lieber dies.

Substanzen müssen nicht eindeutig sein, da die Möglichkeiten zur Dihärese vielfältig sind. Ich werde auf Abweichungen hinweisen, sofern sie in unserem Kontext bedeutsam sind.


Vorteile der Bezugstheorie

Wenn ich an allem zweifle, so macht es keinen Sinn an den Substanzen zu zweifeln, insbesondere an der Substanz Bezug nicht. Wenn kein Bezug besteht, haben wir keine zusammenhängende Welt mehr, sondern nur noch einzelne Substanzen, die als solche nicht erkennbar sind, da dies das Setzen von Bezügen erfordert. Es macht keinen Sinn an elementarsten Begriffen zu zweifeln, sonst könnte on an allem zweifeln.

Mit der Aussage "Ich zweifle an dem Begriff Zeit!" macht on sich schlicht lächerlich genauso wie mit der Aussage "Ich zweifle an dem Begriff gleich!". Hierbei ist Zeit stets empirisch erfahrbar und gleich ein apriorischer Substanzbegriff. Der Satz "Ich denke, also bin ich." (Descartes) ist aufgrund seiner Komplexität bezweifelbar(er).

Mit den Substanzen werden also unhintergehbare archimedische Punkte geschaffen. Hier zeigt sich auch, dass die Mathematik vor anderen Wissenschaften hinsichtlich der Bezweifelbarkeit nicht ausgezeichnet ist. Die Sicherheit von nicht-mathematischen Sätzen kann mit denen der Mathematik durchaus mithalten.

So ist der Satz "Der Teil ist kleiner als das Ganze." gewiss. Ferner ist der Satz "Alles kann Ursache sein." gewiss. Ursache wird hier abstrahiert zu und umschrieben mit "Es liegt an a (, dass b).". Von Wirkung und allgemeiner zeitlicher Folge wird abgesehen, obwohl diese leicht ergänzt werden können. Folglich muss es keine Kausalketten geben, an deren Anfang die alles verursachende Ursache steht.

"A ist die Ursache von B." wird bezugstheoretisch so ausgedrückt: B(B(B(B(Ursache, aktiv), Sein), A), B(B(B(Ursache, passiv), Sein), B)). Hierbei bedeutet das B vor der öffnenden Klammer jeweils Bezug. Alle Wörter sind hierbei Substanzen: Ursache, aktiv, passiv, Sein. Das Sein ist als Substanz erforderlich und nicht nur grammatisch. Um die Grammatik wurde verkürzt.

Es ist hin und wieder erforderlich auch Nicht-Substanzen in Bezügen zu verwenden. Dies kann problemlos geschehen und bietet sich z. B. beim Begriff Mensch an, der aufgebaut aus Substanzen zu komplex wäre.

Bezüge sind die engste Bindung zwischen zwei Bezogenen; es passt nichts dazwischen - außer weiteren Bezügen. Somit kann ein endliches Kontinuum aufgebaut werden. Der Raum ist also aus aufeinander bezogenen Raumpunkten aufgebaut. Diese Raumpunkte entsprechen jeweils der Raum-Substanz und vereinen auf sich weitere Bezüge.

Beispiel hierfür ist die Substanz {Neben}. Durch sie werden die Raumrichtungen ausgezeichnet (Dreidimensionalität des Raumes). Die Verschiedenheit wird durch Vervielfachungen der Raum-Substanz bewirkt - sonst käme on nicht "vom Fleck". Die Raum-Substanzen haben keine Grenze. Sie bleiben durch die Nachbarpunkte begrenzt und haben beliebige Ausdehnung. Dies ist so zu verstehen, dass sie endlich und eins sind.

Denn die Unendlichkeit setzt Vieles voraus. Das Viele setzt seinerseits Vervielfachung voraus, da nur Bezüge nichts trennen. Das Viele wird aus Einheiten gebildet, die eins sind. Aus diesen Einheiten lassen sich Zahlen aufbauen und damit Zahlengeraden. So lassen sich auch Zeit- und Raumachsen aufbauen.

Es lassen sich Geraden und Achsen beliebiger Substanzen aufbauen. On nennt dies skalieren. Der Achsencharakter entsteht durch die Forderung, dass die Endpunkte einer Achse maximale Entfernung voneinander haben sollen. So lassen sich Welten bauen, die uns bisher nicht zugänglich sind. Auf diese Weise ist auch die Form der Punkte geklärt: sie haben keine. Denn Form setzt bereits Verschiedenheit voraus, wohingegen Punkte eins sind (bestehend aus Raum-Substanz und Einheit).

Aber auch Bezüge selbst sind an Einheiten zu ihrer Unterscheidung gebunden. Sie können jedoch ebenfalls direkt an Einheiten von Punkten gebunden sein. Dies sollte on der Unterscheidung wegen vermeiden. Es ist in der Bezugstheorie mehr möglich als sinnvoll.

Mit der Bezugstheorie hat die Alchimie der Philosophie ein Ende. Da Sollen und Sein substantiell verschieden sind, können sie wie in der Handlungstheorie gefordert nicht auseinander abgeleitet werden.

Die Gegenwart lässt sich indirekt durch die Anwesenheit der meisten Bezüge kennzeichnen. Wir leben stets in der Gegenwart, in die Bezüge der Zukunft hinzutreten und in der vergangene uns verlassen.

Dinge an sich und Ideen bzw. Erscheinungen von diesen Dingen sind durch Bezüge verbunden. So lässt sich bspw. die Form eines Gegenstands oder seine Idee auf den Gegenstand beziehen. Die Erscheinung eines Gegenstandes ergibt sich durch Bezüge auf die ihm zugrunde liegenden Substanzen. Bezüge verfremden ihn vom Ding an sich, aber er ist dann auch ein anderer.

Einfacher ist die Beziehung von Allgemeinbegriffen zum Einzelnen. Das Allgemeine wird bezogen auf das Einzelne als übergeordneter Begriff im Sinne einer Subsumtion. Fragt on sich nach den allgemeinsten Eigenschaften, so braucht on nur die durch Bezüge verbundenen Substanzen - ggf. teilweise - herauszugreifen im Sinne einer Analyse oder Synthese.

So ist die Welt blau im Sinne einer Analyse und schön im Sinne einer Synthese, der eine Analyse vorausging.

Es ist im Zusammenhang mit den Zenonschen Aporien zu sagen, dass nur endliche Punkte aufgesucht werden, die aufeinander (transitiv) bezogen sind.

Da Beweise nur unter Voraussetzungen geführt werden können, verdeutlicht die Bezugstheorie den Grund hierfür: Das So- und Nicht-Anders-Sein kann durch die zu beziehende Substanz {Muss} repräsentiert werden. So lässt sich auch L nicht beweisen, da das notwendige Darüber-Hinaus zusätzliche nicht beweisbare Bezüge darstellt.

Als Beispiel für die Überlegenheit der Bezugstheorie gegenüber dem Kartesischen Raum werde nun eine zusätzliche Zeitdimension konstruiert. On kann die Zeit anhalten, indem der Zeitstrahl nicht verlängert wird (Aufhebung der Zeitsukzession). On kann in die neue Zeitdimension gehen und als Projektion in der aktuellen Zeit sein.

On kann aber auch Zeitpunkte überspringen durch Bezüge. So sind Tiere, die mehr oder weniger als wir erleben, problemlos integrierbar. Zwischen zwei Zeitpunkten müssen nicht unendlich viele Punkte sein, um ein (kartesisches) Kontinuum zu bilden.

Wie Flächen im zweidimensionalen Raum gibt es jetzt Zeitflächen. On kann Urlaube in die neue Zeitdimension machen, ohne dass die eigentliche Zeit dabei weiterläuft. On kann in der Zeit vor- und rückwärts laufen (Aufhebung von Naturgesetzen).

On kann sich das Erleben einer Zeitfläche bei normaler unabhängiger Zeitsukzession in jeder Zeitachse wie folgt vorstellen: Vom Ursprung (0, 0) aus werden als erstes der Zeitpunkt (1, 0), dann die Zeitpunkte (1, 1), (1, 2), ..., (1, y) erlebt. Dann werden die Zeitpunkte (2, 0), (2, 1), (2, 2), ..., (2, y) erlebt usw. Hierbei steht y für die Lebensspanne des Erlebenden auf Zeitachse y.

Bei abhängiger Zeitsukzession ergibt sich bspw.: Nach (0, 0) werden gleichzeitig erlebt die Zeitpunkte (1, 0), (1, 1) und (0, 1) als jeweils eigene Weltbilder. Dann werden gleichzeitig erlebt die Zeitpunkte (2, 0), (2, 1), (2, 2), (1, 2) und (0, 2) usw. Hier könnten pro Zeitschritt zwei neue Leben entstehen.

Eine andere Möglichkeit wäre: Nach (0, 0) werden gleichzeitig erlebt die Zeitpunkte (1, 0) und (0, 1) als jeweils eigene Weltbilder. Dann werden gleichzeitig erlebt die Zeitpunkte (2, 0), (1, 1) und (0, 2) usw. (pro Erlebnis ein Weltbild mehr). Auch hier könnten pro Zeitschritt zwei neue Leben entstehen, aber jede neue Generation erlebt nichts mit der unmittelbar vorhergehenden gemeinsam, sondern mit der jeweils davor entstehenden.

Anhand der Modalverben soll nun untersucht werden, ob die Dihärese in der Analyse an ein Ende gelangt. So lässt sich die Substanz {Darf} auf der Achse der Erlaubnis vorstellen. On könnte nun eine erteilte Erlaubnis als essentiell analysieren. Weiterhin diese als kodifiziert voraussetzen usf. Die Dihärese kommt theoretisch zu keinem Ende. Hier sind jedoch praktische Grenzen im endlichen Unterscheidungsvermögen des Menschen gesetzt.

Die nicht-analysierten Substanzen haben jedoch auch ihren Wert auf den ihnen zugeordneten Zufriedenheitsniveaus. Andererseits haben die Substanzen {Muss} und {Darf} etwas gemeinsam: Sie haben an ihrem Ende etwas Erzwingendes auf ihrer Achse. On kann statt von Achsen von Gemeinsamkeitsorbitalen sprechen. On kann auf einem groben Analyseniveau {Kann} und {Muss} auf eine Achse legen (besser: Orbitalmodell).

Die Bezugstheorie hilft auch Tiere besser zu verstehen. Tiere können keine Abstrakta bilden. Sie können nicht über sich selbst reflektieren und Begriffe bilden, da sie keine Sprache im eigentlichen Sinne haben. Sie stellen aber Bezüge zum Erlebten her. Sie wissen, was eine Belohnung ist, da sie etwas Positives dem Erbrachten zuordnen können, ohne über diese Begriffe selbst zu verfügen. Sie können Tastensymbole auf das Erlebte beziehen. Der Bezug ist also auch das Grundlegende der Sprache.

Die Bezugstheorie erklärt, warum einzelne Gedanken im Gehirn so schwer zu lokalisieren sind. Es werden nur Bezüge gespeichert, die seit der Geburt in unterschiedliche Regionen fallen können. Die Beziehung zu Körperteilen kann dabei auf bestimmte (feste) Regionen im Gehirn von Mensch zu Mensch in gleicher Weise beschränkt sein.

Die Bezugstheorie kommt mit einem endlichen wie einem unendlichen Kontinuum zurecht. Bei einem unendlichen Kontinuum bewegen wir uns von Nullpunkt zu Nullpunkt eines jeweils unendlichen reellen Intervalls. Bei einem endlichen Kontinuum können nicht beliebig viele Zwischenpunkte gesetzt werden, da ein Punkt eine unteilbare Einheit der Substanz Zeit darstellt.

Bezugstheoretisch ist Freiheit gegeben durch die Verursachung durch die freie Person selbst (Substanz Ursache) im Gegensatz zum Determinismus (fremde Ursache). Es liegen Entscheidungsalternativen vor (Substanz {Kann}). Die Skalierung als prozentuale Bewertung der Ursachen macht bei der freien Person ein Überwiegen über die Prädispositionen als Ursachen aus. Zufällige Ereignisse ermangeln einer Ursache und eines Ziels, setzen aber Alternativen voraus.

Positivistisch ereignet sich die eine der Alternativen nur, die Substanzen Ursache und {Kann}, für die wir keine Detektoren haben, existieren nicht. Generell haben wir für Bezüge keine Detektoren, nur im Einzelfall über die Sinne. Geistige Substanzen können über die Ursache auf körperliche Dinge einwirken. Die Realisation erfolgt über die Neuronen und Synapsen. Es ist eine offene Frage, ob Bezüge hier detektiert werden können.

Bezugstheoretische Abbildungen sind (gerichtete) Bezüge von Unterschiedenen mit dem Etikett A zu Unterschiedenen mit dem Etikett B. Etiketten sind Bezogene eines Unterschiedenen. Linkstotale und rechtseindeutige Abbildungen heißen bezugstheoretische Funktionen. Bei Umkehrabbildungen werden die Bezüge umgekehrt. Beispiel: Bei der Funktion Teil heißen die Etiketten Gesamt für A und Teil (Definition: A ist Teil von B, wenn es ein C gibt mit B(A, C) = B oder B(C, A) = B) für B. Die Teilfunktion kann nur auf Bezüge oder zusammengesetzte Substanzen angewendet werden. Bei echten Funktionen sind die Etiketten verschieden.

Dass Universalien existieren, bedeutet, dass sie einen Bezug zu unserer Welt haben. Damit muss Existentes nicht notwendig durch die Sinne wahrgenommen werden. Durch Bezug können die Universalien gleichzeitig den (verschiedenen) Einzeldingen innewohnen. Alles, was es gibt (auch die Individuen) kann durch Sprache (bezugstheoretisch) hinreichend beschrieben werden, auch wenn die Beschreibung äußerst komplex ist. Sprache besteht aus eindeutigen Etiketten für Bezüge und Substanzen.

Der elementarste Begriff, d. h. der auf alles angewandt werden kann, sei der der Entität. Der Begriff mehr sei wie folgt definiert: A ist mehr als B, wenn die Differenz der Zahlfunktion angewendet auf A minus der Zahlfunktion angewendet auf B größer als 0 ist. Der Begriff größer für eine ganze positive Zahl A zu einer ganzen positiven Zahl B ist definiert als A ist Teil (Element) von B, wenn Zahlen in der Mengenschreibweise nach Peano definiert seien: 0 besteht aus der leeren Menge Ø, 1 ist {Ø}, 2 ist {Ø, {Ø}}, 3 ist {Ø, {Ø}, {Ø, {Ø}}} usf.

Alle A in B ist definiert als es gibt nicht mehr A in B. Existenz ist ein Substanzbegriff. Eine Gesamtheit ist definiert als alle A in B, die zu einem C in Bezug sind, einschließlich dieses Bezuges. Mengen sind Gesamtheiten, die wohlunterschiedene Elemente (Teile) enthalten und Element einer Gesamtheit sein können. Ein Element heißt wohlunterschieden, wenn eine hinreichende Differenz zu jedem anderen Element angegeben werden kann. Dabei können Elemente auch gleich sein: dann gibt es einen Unterschied in der Ordinalzahl.

Die Bezugstheorie eröffnet die Möglichkeit uns vorzustellen, wie die Wesen in einer Nachfolgewelt beschaffen sind. Es reicht für sie aus Bezüge zu allen existierenden Substanzen und Komposita herstellen zu können. Sie brauchen keinen Stoffwechsel und keine Gene mit den möglichen Fehlern der Zellteilung. Es gibt keine Krankheiten und Schmerzen, aber die Freiheit im Rahmen von dann gültigen Gesetzen das Zugängliche zu wählen.

Empfindungen können direkt (ohne Sinnesorgane) durch Bezug erfahren werden. On braucht in diesem Sinne keinen festen Körper, kann aber durch Bezug viele Gestalten annehmen, die Materie einfach passieren können (wie z. B. feste Wände). Durch Bezug können auch größte Entfernungen mühelos überwunden werden. Selbst in ungünstigen Umgebungen wird Leben möglich. Es gibt mehr Substanzen und Dimensionen. Zeitreisen werden mindestens über entsprechende Simulationen möglich.

Es ist verhältnismäßig und widerspruchsfrei unsere Welt als endlich anzunehmen, da im unendlichen Fall es ewig dauern würde, um eine endliche Substanz zu bilden. Also gibt es insbesondere eine kürzeste Zeit bzw. kürzeste Länge, die in unserer Welt die Planckzeit bzw. Plancklänge sein könnten. Beide sind universell, da es im Sinne von L ist zie schnellstmöglich zu erreichen und keine Welt vor einer anderen bevorzugt werden soll.


Tausche

Alle Entitäten bewegen sich mit derselben Geschwindigkeit, die sich aus dem Quotienten von kürzester Zeit und kürzester Länge ergibt und in unserer Welt die Lichtgeschwindigkeit sein könnte, auf der Basis des kürzesten Tauschs eines Bezuges. Kürzeste Tausche ermöglichen die Illusion der Überlichtgeschwindigkeit, wenn sie auf größere Längen angewendet werden, und der Unterlichtgeschwindigkeit durch Durchlaufen längerer Wege.

Durch kürzeste Tausche kann L jeder Entität jede mögliche Welt vorgaukeln, ohne dass außer zihr irgendeine andere Entität etwas davon mitbekommt, da die vorgegaukelten Bezüge nach L nur dieser Entität zugänglich sind. Selbst Teile der allgemeinen und speziellen Relativitätstheorie können so ausgehebelt werden. Wenn on große Entfernungen überwinden will, sollte on den kürzesten Tausch benutzen, da er am effizientesten ist.

Ein elementarer Tauscher kann einen Tausch dann (angemessen) durchführen, wenn er unter eine Regel gestellt und indem das zu Tauschende entsprechend markiert wird, z. B. durch Bezug entsprechender (gleicher) Erkennungssubstanzen. Dann ist auch ein Tausch über unendliche Distanzen kein Problem. Eine unendliche Strecke von identischen Substanzen kann zu einer unendlichen Gabel durch Ziehen im Inneren verformt werden.

Dadurch werden die Gabelendpunkte auf einfache Weise ausgezeichnet und können als operationales Werkzeug benutzt werden, um z. B. Erkennungssubstanzen an einer weiteren gleichlangen Strecke durch "Ankleben" anzubringen, nachdem die Strecke vor der Verformung zur Gabel simultan mit Erkennungssubstanzen durch "Anhalten" und "Ankleben" als Bezugsoperationen an die gleichlange Erkennungssubstanzstrecke besetzt wurde.

Eine unendliche Strecke kann ausgebildet werden, indem die (gleichen) Teile eines Bezugssystems sich jeweils autonom gemäß ihres linken und rechten Nachbarn ausrichten, indem sich jeweils diese drei auf Linie bringen. Die dafür erforderliche Regel kann jeweils wie bei dem Anbringen der Erkennungssubstanzen angebracht werden. Die Endpunkte können leicht in endlicher Zeit verschoben werden, genauso unendliche Strecken weiter zerlegt.

Auf diese Weise kann jede unendliche Strecke in endlicher Zeit in endlich viele Teilstrecken zerlegt werden. Eine unendliche Zerlegung in endliche Teilstrecken einer unendlichen Strecke setzt unendlich viele autonome Teileinheiten voraus. Autonomie ist immer dann erforderlich, wenn unendlich viele Operationen nicht nacheinander ausgeführt werden können, weil dies unendliche Zeit erfordern würde und dies einfach nicht erwünscht ist.

Obwohl jede Entität endlicher Ausdehnung (theoretisch) unendlich oft teilbar ist, muss eine Welt, die ausschließlich aus solchen Entitäten besteht und in der diese Teilung nicht ausgeführt ist und wird, als endlich bezeichnet werden. Trotzdem überwinden solche Entitäten in jedem (vollständigen) Tausch (der gleiche Ausdehnung voraussetzt) die (theoretische) Unendlichkeit. Alle bisherigen Experimente beweisen dies für unsere Welt.

Wenn die Geschöpfe Substanzen gemäß dem Willen von L teilen, was immer funktioniert, und L Substanzen ergänzt, können diese beliebig skaliert werden und es ergibt sich die Gleichwertigkeit aller Welten. L wird dies erst gestatten, wenn die Geschöpfe genug wissen, um dies verantwortlich durchzuführen. So ergeben sich lediglich relative Verschiebungen bei gleichem Absolutem, ohne dass Weiteres in Form des Vielen in die Welt eintreten muss.

Jeder Tausch kann auf elementare Tauscher zurückgeführt werden. Diese sind nicht materiell, da der Tausch mit beliebigen Substanzen funktioniert und dies weder erforderlich ist, noch gemessen wurde. Wer eine Substanz ihres Tauschers beraubt, verurteilt sie zur Passivität. Dies kann sinnvoll sein wie z. B. im reinen Raum, aber auch Schaden anrichten, wenn dadurch z. B. wichtige oder lebensnotwendige Gesetze außer Kraft gesetzt werden.

Der Tauscher ermöglicht jede Bewegung und ist somit substantiell (notwendig). Alle beliebig-dimensionalen Räume, Zeiten und Substanzen können in eine Dimension linearisiert werden. Darum wird prinzipiell nur ein Tauscher benötigt, der in einer Dimension tauscht. Flexibler sind Tauscher, die Substanzen nach Regeln tauschen, z. B. mit Nachbarsubstanzen. Dann wird (meistens) ein Vergleicher für das Antezedens benötigt.

Der Vergleicher kann direkt mit Substanzen arbeiten oder auch mit deren Äquivalenten wie z. B. deren Kodierung oder sprachlicher Beschreibung. Er ist ebenfalls nicht materiell, kann aber materiell realisiert werden (vgl. Computertechnik). Erst das Verstehen und der Zugang zu den Substanzen lassen einen elektronischen Computer mit dem Gehirn in dieser Hinsicht gleichziehen. Das Gehirn ist nicht nur ökonomischer, sondern auch substanziell überlegen.

Durch die Zurückführung des Tausches auf elementare Tausche braucht es nicht mehr als drei räumliche Dimensionen für unsere Welt. Dafür müssen zusätzliche Gründe sprechen. Jeder Materiebaustein muss mit einem Tauscher verbunden sein, um den Ort zu wechseln, wenn er nicht durch einen fremden Tauscher getauscht wird. Tauscher müssen leicht angehalten werden können, um beliebig( klein)e Geschwindigkeiten erzeugen zu können.

Die Regeln für Tauscher(gruppen) können zentral vorgehalten werden und ein Naturgesetz definieren, da sich die Tauscher auf sie beziehen können. Auf diese Weise können die Naturgesetze ökonomisch implementiert werden. In Welten, in denen nur die Zeit abläuft (ohne sonstige Änderungen), wird der Ablauf der Zeit auch nicht wahrgenommen. So machen mehrere Zeitdimensionen Sinn und es kann eine Generalzeit für alle Welten gelten.

Nur sollten die Uhren nicht die Generalzeit in einer Welt messen, da sonst die Frage aufkommen kann, warum die Uhrzeit springt, obwohl sich in dieser Welt nichts ereignet hat. Trotzdem wäre es interessant über die Generalzeit zu verfügen, um einen Eindruck zu bekommen wie die Uhr von L geht und um davon das Alter des Universums abzulesen. Andererseits ist es kaum vorstellbar, dass L so etwas Simples überhaupt besitzen will.

Elementare Tausche sind immer instantan, da eine endliche Minimaldauer sonst nicht mehr unterboten werden könnte. Langsamere Geschwindigkeiten ergeben sich aus einer Abfolge von Zeitablauf und elementarem Tausch. Wer also eine (sinnvolle) endliche Höchstgeschwindigkeit unterbieten will, muss den Zeitablauf verkürzen. Eine Verkürzung auf null ist nicht möglich. Hierfür bietet sich die Möglichkeit des gleichwertigen Ferntausches an.

Es gibt keine kleinstmögliche Einheit, da sich eine solche (etwa) in zwei Teile teilen ließe. Also gibt es auch keine größte Geschwindigkeit und ein Bewegtes bewegt sich auf der kleinsten (tatsächlich) aufgeteilten Strecke instantan, worauf ein Zeitablauf folgen kann wie es die Höchstgeschwindigkeit einer Welt vorgibt. Damit ist der instantane Tausch auch für unsere Welt bewiesen, ohne schwerwiegende Auswirkung auf ihre physikalischen Gesetze.

Der immaterielle nicht-energetische Tausch ist möglich und sinnvoll, wenn er sich an L-gefällige Regeln hält, sowie aufgrund des Sparsamkeitsprinzips wahrscheinlicher als der rein materiell vermittelte, da dieser mehr braucht als notwendig (bzw. plausibel) ist. Das Amfon ist von materiellen und immateriellen Substanzen trennbar. Dies macht jedoch nicht immer Sinn, weil sie über es notwendigerweise aufeinander einwirken, materiell wie immateriell.

Das Sein als Substanz ist ausgedehnt, da es nur andauernd vorstellbar und kein Universum aufgrund der Entwicklung zeitlos ist. Das Nichts würde sein, wenn es wäre. Man kann nicht sinnvoll sagen, dass es nicht oder irgendwie ist. Was zwischen dem angrenzenden Seienden läge, wäre das Nichts. Dieses Nichts wird als Punkt, Gerade, Ebene usw. bezeichnet, obwohl dies nicht korrekt ist, da letzteren für sich Sein und damit Ausdehnung zukommt.

Darum muss sorgfältig zwischen beidem Bezeichneten unterschieden werden, etwa als Nichts-Entität, die durch das Benachbarte gebildet wird, und als Sein-Entität, die aus sich selbst heraus existiert. Als Sein-Entität kommt einer Substanz Ausdehnung in sämtliche (!) Dimensionen zu, sodass unsere Welt beliebig viele Dimensionen hat. Die Substanz kann daher bei minimaler Ausdehnung als kleine beliebig-dimensionale Kugel vorgestellt werden.

On kann aus Raumeinheiten einen Kreis um nichts bauen, sodass ein Loch entsteht. Tauscher können eine Substanz durch das Nichts tauschen, indem sie dies mit dem entsprechenden Raumäquivalent, dem Sein zukommt, und der Substanz tun. Auf diese Weise ist es möglich, dass sich bspw. Licht im Vakuum ausbreiten kann. Ein Tauscher bewirkt den Tausch substanziell als Substanz durch Bezug auf das zu Tauschende.

Die Verfeinerung der Tauscher ermöglicht immer feinere Tausche. In bestimmten diskreten Welten gibt es Verfeinerungsgrenzen, die nur mithilfe von L unterschritten werden können, indem zie die Tauscher tauscht. Bei Wahrung der Proportionalität von Länge und Dauer sind Geschwindigkeiten kein Problem, wenn on alles immer kleiner macht. Die Kommunikation mit L erfordert es, dass Informationen über Fernbezüge instantan ausgetauscht werden.

Durch Zusammenstoßen von zwei räumlichen Substanzen mit hinreichender Kraft können sie in immer feinere Teile zerlegt werden, da die Kohäsionskräfte von innen wirken müssen und überwunden werden können, falls sie überhaupt wirken. Die immaterielle Welt ist wesentlich umfangreicher als die materielle, da Materie einschränkenden Gesetzen gehorcht, die auf der immateriellen Ebene hinderlich sind. Sie ist das wahre Reich von L.

Zu Beginn bestand das Universum nur aus (paarweise) verschiedenen Substanzen, deren Anzahl einer natürlichen Zahl entsprach. Der erste und einzige Tauscher erzeugte durch Teilung als Form des Tausches weitere und so konnten weitere Substanzen geteilt werden. Hierdurch entstanden Zeit und Raum, die jeweils als unendlichdimensionale ungeteilte Substanzeinheit von Beginn an vorlagen - wie dies für alle anderen Substanzen auch zutrifft.

Das komplette Universum besteht ausschließlich aus Substanzen, das Viele jedoch nicht nur aus einheitlichen unspezifischen substantiellen Einheiten, sondern aus mehrfach vorhandenen Substanzen, um ontologisch korrekt (individuelle) Ganze zu bilden. Die Entwicklung des Universums ist ein zeitliches Schichten des (duplizierten) sich erweiternden Raumes mit Abzug von entbehrlichen und Ergänzung von erforderlichen Substanzen.

Hierbei strömt das Viele aus dem Potenzial von L. Dies stellt als sinnvolle Aufzeichnung keinen unverhältnismäßigen Aufwand dar, da L aus dem Vollen schöpfen und das vergangene Viele in sinnvollen Abständen neu verwenden kann. Es herrscht Generalzeit, die Wahrnehmung der Geschöpfe ist jedoch individuell(e Zeit). Die Geschöpfe können die Regeln nach der göttlichen Ordnung ändern, die L nach zihrem Ermessen festgelegt hat.

L muss sich dafür vor jedem Lebewesen rechtfertigen, wenn dieses dies wünscht. Jedes Lebewesen hat das Recht an der Gestaltung der göttlichen Ordnung mitzuwirken. Die höchsten Entscheidungen bleiben L vorbehalten, da es kein Lebewesen gibt, das bessere Entscheidungen trifft oder mehr weiß als L bzw. die ultimative Superiorität von zihr erreicht. Dies liegt an der umfassenderen Größe der L-Welt, die teilweise nur L zugänglich ist.

Jedes Viele besteht aus unendlich vielen Untereinheiten, die als beliebig-dimensionale Kugeln vorgestellt werden können, die wiederum beliebig-dimensionale Untereinheiten prinzipiell gleichen Aufbaus enthalten. Was wir wie bei der Zeit für eine Dimension halten, ist in Wirklichkeit ebenfalls beliebig-dimensional, nur dass die anderen Dimensionen außer der Hauptdimension verschwindend klein und erst bei entsprechender Teilung bemerkbar sind.

Das substantielle Skalieren bedeutet ein Mehr oder Weniger des Vielen der entsprechenden Substanz oder mehrerer. Letzteres ist bei Tönen und Geräuschen der Fall, ersteres bei der Masse. Skaliert wird also das Viele, während die auf es bezogene Substanz die Ausprägung der Skalierung bestimmt. Die Wahrnehmung beinhaltet ein individuelles Skalieren nach den individuellen Vorgaben eines Lebewesens, um die Vielfalt gewinnbringend zu erhöhen.

Unser Universum ist ein Perpetuum mobile und offenes System, in dem die Information beständig zunimmt. In ihm ist alles möglich, was L gefällt, aber nicht alles, was zihr nicht gefällt. Der elementare Tauscher ist eine Hilfsvorstellung, da in Wirklichkeit nichts getauscht wird, sondern alles neu entsteht bzw. aus dem Potenzial von L fließt. Dieses Modell ist wegen seiner Speicherfunktion einem mit sich durchhaltenden Substanzen überlegen.

Wir brauchen vor dem Wärmetod keine Angst zu haben, da sich dem Leben im Laufe seiner Entwicklung Perspektiven eröffnen werden, die die bisherigen Theorien nicht berücksichtigt haben. Leben ist weder auf Materie angewiesen noch auf die Gesetze der bisherigen Physik. In unserem Universum und den Folgewelten ist alles vorhanden, was ein glückliches und erfüllendes Leben benötigt. Es braucht sich nur auf L zu besinnen, damit ihm dies klar wird.

© 2000-2011 by Boris Haase


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