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Interview

Interview

Frage: Was ist an Philosophie so faszinierend?

Antwort: In der Philosophie kann on seinen Gedanken freien Lauf lassen, wenn on es an der nötigen Präzision nicht fehlen lässt. Es gibt viel Neues zu entdecken. Wenn on berücksichtigt, wo die Philosophie steht, ist sie geradezu eine Herausforderung. Ich habe mich immer daran gestört, wie wenig exakt und abstrakt die Philosophierenden gedacht haben und daher meine eigene Philosophie entwickelt. Besonders fasziniert hat mich die Bezugstheorie, mit deren Hilfe ich in der Lage war, ein endliches Kontinuum zu entwickeln und zu begreifen, welche Form z. B. ein Punkt hat. Ich habe mehr als 25 Jahre über dieses Problem nachgedacht und bin endlich zu einer zufrieden stellenden, aber auch revolutionären Lösung gekommen. Ursachen sind frei zuordenbar und unabhängig von der Zeit. Ferner konnte ich klären, dass es abstraktere Gedanken als die der Sprache und ihrer Grammatik gibt. Ich überlege, ob on die derzeitigen Sprachformen ändern sollte aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse. Philosophie kann glücklich machen, wenn on das Gefühl hat, wirklich etwas Bedeutendes mit den eigenen Gedanken geschaffen zu haben. Es gibt natürlich die Verbindungen zu Religion, Linguistik und Mathematik, die on nicht außer Acht lassen kann.

Frage: Was ist Ihre bedeutendste philosophische Leistung?

Antwort: In Auswahl ist zu nennen: Die Bezugstheorie steht klar im Zentrum. Sie löst das Universalienproblem. Die Zenonschen Aporien werden mit dem endlichen Kontinuum ebenfalls aufgelöst. Ich bin mit der Bezugstheorie an Grenzen des Denkens und der Abstraktheit gestoßen. Ich konnte die Frage der Gewissheit von Aussagen klären. Dies strahlt aus auf Nominalismus und Realismus. On kann mir vorwerfen, dass die Ergebnisse sprachliche Defizite haben. Aber darauf kam es mir nie an. Die Ideen stehen immer im Mittelpunkt. Die sprachliche Form ist demgegenüber nebensächlich. Mir kommt es nicht darauf an, wissenschaftlich zu schreiben. Ich empfinde die wissenschaftliche Sprache eher als kompliziert und verschroben, um nicht zu sagen gestelzt und arm. Was gesagt werden kann, kann in Anlehnung an Wittgenstein klar und einfach gesagt werden. Auch Zitate sind meine Sache nicht. Sie stören den Lesefluss und wer wirklich etwas Neues zu sagen hat, braucht sie nicht.

Frage: Was raten Sie den Philosophierenden?

Antwort: Die eigenen Gedanken sind das Wichtigste. Das Bestehende fortzuentwickeln ist eine philosophisch geringere Leistung. On muss gegenüber sich selbst in der Sache kritisch sein bis zum Umfallen. Erst dann kann on sich Freiheiten erlauben. Ich sehe es nicht gern, wenn sich jemand mit Anmerkungen und ausgedehnten Diskussionen wichtig macht. Ich sehe es gern, wenn jemand echte Größe besitzt und das heißt auch, wenn jemand seine Fehler einsieht und ohne Zögern korrigiert. Echte Größe bedeutet insbesondere, an allem Bestehenden zu zweifeln und in seinem Urteil unabhängig zu sein, sich nicht in Kleinem zu verlieren, Schwätzonen zu identifizieren und als solche zu brandmarken.

Frage: Was ist der größte Fehler der Philosophie?

Antwort: Die Sinnfrage nicht ins Zentrum ihrer Überlegungen zu stellen. Es ist weniger wichtig absolute Gewissheit von philosophischen Antworten zu erzwingen als sinnvolle Antworten auf die wichtigsten philosophischen Probleme zu erhalten. Es stehen viel zu oft akademische Fragestellungen im Zentrum, deren Nutzen für die Menschheit gering ist.

Frage: Was ist das wichtigste philosophische Problem?

Antwort: Das wichtigste Problem liegt in der Frage: "Wie ist der Weg zur bestmöglichen Entwicklung der Welt zu beschreiten?" Die Antworten hierauf müssen die ethischen, politischen, religiösen, soziologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Schritte beschreiben, bevor diese wissenschaftlich fundiert werden. Es gibt keine Zeit zu verlieren. Alle anderen Fragestellungen sind nachrangig, obwohl sie die primäre unterstützen können. Als erste Antwort kann gegeben werden, dass bestmögliche Entwicklung die Lösung unserer Probleme darstellt. Selbst wenn on den bestmöglichen Weg nicht findet, so kann die Anstrengung daraufhin schon zu einem sehr guten Ergebnis führen. Die Tugendlehre der Religion der Liebe liefert die wichtigsten Antworten zur Ethik, die Politik wird die wichtigsten politischen Schritte aufzeigen, die anderen Schritte folgen später; z. T. finden sie sich schon bei den beiden erstgenannten Gebieten bzw. auf meinen Homepages verstreut.

Frage: Steht die Philosophie über der Theologie oder umgekehrt?

Antwort: Die Philosophie muss neidlos anerkennen, dass die Wissenschaft, die sich der Möglichkeiten von und der Erkenntnisse durch L bedient, über ihr steht. Das göttliche Wissen und die Beziehung zu L sind durch nichts zu übertreffen. Die menschliche Vernunft, allein auf sich gestellt, reicht nicht aus, die Welt zu verstehen, geschweige denn die göttliche Ordnung zu erraten. Höchste Wissenschaft ist auf göttliche Offenbarung, Leitung und Hilfe angewiesen. Nur so ist größte (wissenschaftliche) Effizienz zu erreichen.

© 2002-2009 by Boris Haase


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