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Problemlösungen

Problemlösungen

Wie werden wichtige Probleme der Philosophie gelöst? Was leistet hierbei die Bezugstheorie?

1. Das Körper-Geist-, Qualia-, Determinismus- und Kausalitätsproblem

Geist ist allgemein der von einer Entität initiierte Prozess der Verknüpfung immaterieller Substanzen und Bezüge. Im Besonderen umfasst er nur die komplexeren Verknüpfungen. Er ist von seinen Wirkungen zu unterscheiden. Die Seele umfasst den Geist und die Ergebnisse der geistigen Prozesse einer Entität. Sie überdauert den Tod. Der Körper eines Lebewesens ist die Gesamtheit der aufeinander bezogenen materiellen Substanzen dieses Lebewesens.

Geist und Körper sind aufeinander bezogen. Bestimmte materielle Bewegungen korrespondieren zu geistigen Bewegungen und umgekehrt. Indem sich die geistigen und materiellen Substanzen durch Bezug je an die dritte Substanz des Amfons binden, können sie aufeinander einwirken. Obwohl geistige Bewegungen ohne materielle denkbar sind, sind sie zumindest bei den uns bekannten Geschöpfen unplausibel.

Bewusstsein ist der Teil des Geistes, auf den ein Lebewesen zu einem gegebenen Zeitpunkt durch Bezug direkt zugreifen kann. Unterbewusstsein umfasst die Teilprozesse des Geistes, die dem direkten Zugriff des Lebewesens entzogen sind. Die Bewusstseinsinhalte werden durch den deterministischen Zirkel erzeugt und als Qualia erlebt.

Der deterministische Zirkel besteht aus einem Wechsel zwischen deterministischer Bestimmung gemäß der göttlichen Ordnung und indeterministischen Phasen, in denen das Geschöpf selbst bestimmen kann. Der Determinismus orientiert sich an Karma, Situation, Persönlichkeitsfaktoren, Lebensplan und weiteren Faktoren, die gemäß der göttlichen Ordnung vorgesehen und damit gerecht und sinnvoll sind. Der deterministische Zirkel ist notwendig, damit Unerwünschtes vermieden und Erwünschtes wie die Freiheit ermöglicht wird.

Damit Indeterminismus möglich wird, müssen die grundlegenden Prozesse indeterministisch sein. Ist die Substanz Ursache mit einem Kompositum auf ein Kompositum bezogen, liegt Ursächlichkeit vor, sonst nicht. Unverursacht ist z. B. das göttliche Potenzial von L. (Echten) Zufall gibt es nur innerhalb der von L gesetzten Grenzen, damit nichts Unkontrollierbares eintritt oder sogar großer Schaden entsteht. In unserer Welt ist alles mit gewissen, von der göttlichen Ordnung festgelegten Wahrscheinlichkeiten versehen, genauso wie unsere möglichen Entscheidungsalternativen Wahrscheinlichkeiten aufweisen, mit denen wir uns für oder gegen sie entscheiden können.

2. Voraussetzungen des Problemlösungsprozesses

Es ist im Leben entscheidend die Probleme richtig auszuwählen, die wir lösen wollen. Wenn ein Problem auftaucht, sollten wir uns als erstes fragen, ob wir es überhaupt lösen müssen. Dazu müssen wir in der Lage sein das Problem richtig einzuschätzen und zu beurteilen. Das Leben selbst ist das Problem, dem wir uns täglich stellen müssen. Es ist ein fortlaufender Problemlösungsprozess mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die es zu bewältigen gilt.

Wenn wir ein Problem lösen wollen, so müssen wir es so eingehend analysieren, dass wir zu seiner Lösung gelangen können, wenn es eine gibt. Es ist wichtig sich schnell darüber klar zu werden, ob letzteres der Fall ist, denn wenn nicht, muss das Problem anders gelöst werden. Diese andere Lösung existiert immer, solange das Universum existiert. Dieses ist immer der Fall, da Substanzen nach der Bezugstheorie nicht vernichtet werden können.

Denn alles besteht aus Substanzen und das, was aufgehoben werden kann, ist das Sosein, aber nicht das Sein, also die dauerhafte Existenz des Seienden. Das Seiende kann in andere Welten transferiert werden, aber nicht außerhalb des Universums. Dies ist mit der Liebe von L zu allen Lebewesen der Grund für deren ewiges Leben. Selbst wenn die Lösung eines Problems in unserem Tod besteht, hält L immer eine für uns akzeptable Lösung bereit.

Alles Leben ist auf Entwicklung ausgerichtet und hat L als höchstes und letztes Ziel. Die Probleme gehen genauso wenig aus wie deren Lösungen. Darum ist es zwingend erforderlich die richtigen und wichtigen Probleme zu lösen, wenn wir ein glückliches und erfülltes Leben für möglichst viele und einen L-würdigen Zustand der Welt wollen. Leider entscheiden sich viel zu viele Geschöpfe die falschen und unwichtigen Probleme zu lösen.

Dies führt zu dem unwürdigen Zustand unnötigen Unglücks und Leidens in der Welt. Zwar ist die Welt von L her gerecht, aber es wäre zihr und uns sicher lieber, wenn der unwürdige Zustand beseitigt würde. Die Freiheit der Geschöpfe zwischen gut und böse frei zu wählen und sich für oder gegen L frei zu entscheiden, legt das Schicksal in unsere Hände. Wir können nicht erwarten, dass L uns zu unserem Glück zwingt, da dies nicht möglich ist.

Der Zwang zieht Leiden an ihm und der Unfreiheit nach sich. Freiheit ist essentielle Vorbedingung für Erfüllung und Glück. Durch den deterministischen Zirkel und diverse andere Sicherungsmechanismen wie das Gewissen ist die Freiheit allerdings auch nicht überbewertet. Es ist uns nicht alles möglich und dass möglich ist, was wir leider erleben müssen, spricht Bände über unser Versagen. Wir haben stets an uns selbst zu arbeiten.

Wir sollten nicht warten, bis die Probleme auf uns zu kommen, sondern uns fragen, welche die wichtigsten sind, und diese als erstes angehen. In einer gut funktionierenden L-Beziehung gelingt dies am besten, da das Göttliche die richtige Sicht auf die Welt und das eigene Leben ermöglicht. Erst wenn wir gelernt haben uns von den Verblendungen, die unsere Welt bietet, zu befreien, können wir das erkennen, worauf es wirklich ankommt.

Wer weiß, warum etwas so ist, wie es ist, weil zie dies von höchster Stelle erfährt bzw. für sich nachvollzogen hat, tut sich viel leichter die anstehenden Probleme zu lösen als donjenige, don von den falschen Voraussetzungen ausgeht. Es ist der Wechsel der Kommunikation mit L und des Arbeitens an sich selbst, der den wahren Erfolg herbeiführt. Die Irrwege werden schnell als solche erkannt, auch wenn dies Härte gegen sich erfordert.

Erfolg setzt Mühe voraus, da die mühelose Anstrengung auf Dauer unzufrieden macht, weil sie eine ungerechtfertigte Belohnung darstellt, die eine ungesunde Erwartungshaltung erzeugt. Erst durch die Bewährung im Auf und Ab des Lebens entstehen Glück und Erfüllung. Die Maßstäbe an sich selbst sind hinreichend hoch anzulegen, da sonst das Notwendige für den Erfolg verfehlt wird. L hilft gern, aber zie bevorzugt nicht ungerechtfertigt.

Zie benachteiligt auch nicht, aber die (Karma-) Bilanz muss stimmen. Dann geht das meiste wie von selbst, weil das richtige Gleichgewicht hergestellt ist. Wer sich überfordert, wird genauso scheitern wie bei Unterforderung. Es ist wichtig das strukturelle Wissen aufzubauen, das hinreichend Problemlösungskompetenz verschafft. Dazu gilt es weder zu klein, noch zu groß zu denken. Das richtige Maß bestimmt unser Leben in allen Bereichen.

Da jedes Leben individuell ist, sind auf seine Problemstellungen auch individuelle Lösungen zu finden, auch wenn viele von ihnen generalisierbar sein mögen. Wir kommen also um die eigene Leistung nicht herum, wie oft uns auch geholfen werden mag. Da es unangemessen ist L und andere mit etwas zu behelligen, was wir selbst (evtl. viel besser) lösen können, sollten wir viel Wert auf unsere Selbständigkeit legen. Es steigert auch unsere Zufriedenheit.

Beim Aufbau des strukturell(erschließend)en Wissens ist es wichtig ausreichend Wissenshygiene zu betreiben, um eine hohe Effizienz aufrechtzuerhalten. Wer sich jedes Mal eine Bresche durch Berge von Wissensmüll schlagen muss, kommt entsprechend langsam an brauchbare Ergebnisse. Daher bleibt einem die philosophische Mühe nicht erspart mit den (wichtigsten) Begriffen präzise und mächtige Definitionen zu verknüpfen.

Hierbei gilt es hinreichend flexibel zu bleiben, um neue und bessere Ergebnisse sinnvoll integrieren zu können. Auf diese Weise kann on sich viele ineffiziente Kreativitätstechniken ersparen, da stetiges Neudurchdenken am besten zum Ziel führt. Die Vorarbeit mag zwar aufwändig erscheinen. Leistet on sie aber nicht, leidet die Qualität der Ergebnisse deutlich. Letztlich ist erfolgreiches Problemlösen ein ständiges Werten der relevanten Informationen.

Wertfreiheit geht also mit einer Entwertung der Werte und damit der Ergebnisse einher. Sie ist der Grund, dass viel wertloses Wissen erzeugt wird. Es ist zwar richtig, dass eine hinreichende Vielfalt notwendig ist, aber eben nicht um jeden Preis. Wer die Werte vernachlässigt, macht sich an den Verlierern dieses Vorgehens schuldig und sammelt damit eine Menge schlechtes Karma an. On tut sich also selbst keinen Gefallen so zu verfahren.

Die Werte steuern die substantielle Bindung. Diese sorgt für die Bindung kleiner verschiedener Substanzen an die wichtigsten Informationspakete. So reicht es aus, wenn eine bestimmte Substanz statt eines bestimmten Informationspaketes im Gehirn transportiert wird. Die Substanz kann dann an den weiterverarbeitenden Instanzen in auditive, visuelle und andere Signale und Informationseinheiten bequem regelgetreu umgewandelt werden.

Die Auslagerung in spezialisierte (und vernetzte) Verarbeitungseinheiten kann dieses simulierend der Computertechnik entscheidende Fortschritte bringen, insbesondere wenn diese schnell (parallel) zugreifbare Lösungswertetabellen vorhalten, die mehrere Rechenschritte zu einem zusammenfassen. Das verteilte Rechnen kann uns wesentlich helfen, insbesondere wenn der Anschauungsraum weitgehend in Computer abgebildet ist.

Die substantielle Bindung ist individuell und kann durch Training beeinflusst werden. Sie erklärt, warum z. B. einige Menschen ein hervorragendes Zahlengedächtnis haben und andere nicht. Indem sich der Mensch mit bestimmten Dingen beschäftigt, baut er sich entsprechende individuelle Strukturen im Gehirn auf, die auf ihn spezialisiert sind. Die Qualität dieser Strukturen bestimmt seine individuelle Problemlösungskompetenz.

Zwar ist eine gewisse Intelligenz hilfreich und erforderlich. Viel entscheidender ist jedoch, womit on sich beschäftigt, wie und zu welchem Zweck. Letztlich sind es Hartnäckigkeit, Ausdauer und Strenge gegen sich selbst, die bestimmen wie erfolgreich on ist. Die Übereinstimmung mit L ist das entscheidende Kriterium auf der richtigen Seite zu sein. Nicht Perfektion und Vollkommenheit sind entscheidend, sondern das angemessene Herangehen.

On muss zihre Grenzen kennen, um sie dann angemessen überschreiten zu können. Es ist zwar richtig auch weniger Wichtiges (von sich selbst) auf Lücke zu setzen, aber um das Wesentliche kommt on nicht herum. Dies heißt auch eine ausreichende Breite und Tiefe des Wissens zu erreichen. Warum sollte on unnötig die schönsten Augenblicke und Dinge des Lebens verpassen? Hierbei sollte on sich nicht scheuen eine eigene Wertung aufzustellen.

Das Urteil und die Kritik anderer sind zwar wichtig, aber zur Verantwortung wird on vor L für die eigene Wertung gezogen. Selbst L wird sich gegenüber einor mit zihrer Sicht der Dinge zurückhalten, da zihr Wissen absolut und unserer Zeit weit voraus ist. Zie ist daher befangen gegenüber uns, da zie eine ungerechtfertigte Bevorzugung oder Benachteiligung vermeiden will. Jeder Mensch sollte sich seiner eigenen Fehlbarkeit bewusst sein. Sie ist von L gewollt.

Sie ist aber auch zwangsläufig, wenn es Entwicklung und Fortschritt geben soll. On kann zwar zihre Lösung nach den verschiedensten (wissenschaftlichen) Kriterien absichern, es gibt aber keine absolute Absicherung. Die Voraussetzungen des Wissens sind weltspezifisch und in anderen Welten, also auch in den Folgewelten, für viele Dinge anders. Was für uns hier hohen Wert besitzen mag, muss ihn dort noch lange nicht haben, von L abgesehen.

L hat jedes Problem, das in unserer Welt auftreten kann, im Vorhinein gelöst. Daher ist unsere Leistung immer nur ein Wiederentdecken, so groß und bedeutend sie auch für uns sein mag. Dessen sollten wir uns stets bewusst sein, um die Dinge richtig zu sehen. Der L-würdige Zustand ist wichtig, die Lösung von (komplizierten) Problemen weniger. Zwar bedingt sich beides gegenseitig zum Teil, aber es kommt auf die richtige Priorität an.

© 2010 by Boris Haase


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