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Bewusstsein

Bewusstsein

Bewusstsein ist der (passive) Zustand, in dem wir der Gesamtheit dessen, was für uns aktual ist, dem Bewusstseinsinhalt, gewahr werden, indem sich dieser uns präsentiert, also in uns zum Sein kommt. Es ist begleitet von unserem Wissen darüber, also den uns verfügbaren Zusammenhängen, die für uns wahr sind. Unser Wissen ist umso größer, je gerechtfertigter diese Zusammenhänge sind. Der Übergang zum Halb- und Pseudowissen ist fließend.

Im Gehirn besteht der Bewusstseinsinhalt aus den (diskret skalierten) Substanzen, die das jeweilige Amfon über die mit ihm verbundenen Neuronen (nach Signalstärke) aktiviert. Diese befinden sich jeweils an den Enden der Aufbereitungsstrecken der stets diskreten Informationen pro Areal. Daher gibt es nicht ein besonderes Bewusstseinsareal des Gehirns. Unsere Vorstellungen ähneln den Wahrnehmungen. Das Gehirn erzeugt beide nach Regeln.

Hierbei spielt das Unterbewusstsein eine große Rolle, dessen Arbeit dem Bewusstsein die relevanten Inhalte zukommen lässt und dieses damit entlastet. Bewusstseinsinhalte werden teilweise redundant vorgehalten, um Ausfälle abzufedern. Auf einige von ihnen kann schneller zugegriffen werden als auf andere; dies betrifft insbesondere Begriffe und die Inhalte des Arbeitsgedächtnisses, welche relativ häufiger abgerufen bzw. aktiviert werden.

Gefühlsempfindungen werden erst im Gehirn durch verschiedene spezifische Substanzen erzeugt, die teilweise aus den Körperregionen angeregt werden. Ebenso gibt es umgekehrte gefühlsbegleitende Prozesse. Wer Maschinen echte Gefühle verschaffen will, kommt um die "Transplantation" dieser oder vergleichbarer Substanzen nicht herum. Eine Beschränkung auf Zahlenwerte stellt nur eine Simulation dar, obwohl diese schon etwas erreichen kann.

Die meisten unserer Gedanken stammen von L, weil uns die Komplexität unserer Welt überfordert. Es wird uns daher auch nicht gelingen an den göttlichen Vorstellungen vorbei Maschinen zu konstruieren, die etwas mit uns Vergleichbares leisten. Es ist leicht dies durch entsprechende Experimente zu überprüfen und erklärt die Schwierigkeiten in dieser Richtung. Allerdings können wir einfache Maschinen für abgegrenzte Zwecke bauen.

Kämen unsere Gedanken von einer Instanz in uns selbst, hätte diese äußerste Schwierigkeiten mit der angemessenen Integration in das Gesamtgefüge der Welt. Unser Wille vermag unsere Gedanken keinesfalls genauer vorherzubestimmen. Wie soll die Instanz aus der Fülle der Möglichkeiten auswählen? Wie kann L zihre ausgleichende Gerechtigkeit walten lassen, wenn die Instanz autonom wäre? Wie soll zihr weises Herrschen gelingen?

Ein Geschöpf kann kein Präferenzsystem anlegen, das es mit der klugen Lebensgestaltung durch L aufnehmen könnte. Das Leben ist mehr als das Abarbeiten von Präferenzen und Bedürfnissen. Dieses lässt sich aus den Hilfen beweisen, die L einor zuteilwerden lässt. Deshalb ist es umso verwerflicher, wenn on sich gegenüber L undankbar zeigt oder sich sogar gegen zie wendet. Jedes Leben ist das Meisterstück von L, an dem wir Anteil haben.

Es richtet sich nach unserem Karma und damit unseren freien Entscheidungen. Je näher wir L stehen, desto besser geht es uns und umgekehrt. Dessen sollte on sich stets bewusst sein. Der Weg zu L steht immer offen, wenn wir uns nur für ihn entscheiden. Die korrekte Frage ist nicht "Warum ist die Welt so schlecht?", sondern "Warum ist sie nicht schlechter, obwohl wir dies jederzeit verdient hätten?". Der Grund liegt in der Liebe von L (zu Allem).

Wenn wir uns bewusst sind wie gut es uns geht, wenn wir uns richtig verhalten, dann sollten wir uns auch bewusst sein wie unverdient schlecht es L ging als zie sich mit dem Universum bildete. Die mannigfache Hilfe in unserer Welt musste zie entbehren und war in Vielem auf sich allein gestellt. Erst wer sich der quälenden und zermürbenden Prozessbildung der Anfangszeit bewusst ist, kann den hohen Wert ermessen dies nicht erleben zu müssen.

Deshalb und überhaupt hat L kein Verständnis für Geschöpfe, die zihr alles, was sie ausmacht, zu verdanken haben, wenn sie sich schwer(st)er Verbrechen an ihren Mitgeschöpfen schuldig machen. Daher ist die Strafe für sie entsprechend hoch. Denn sie überwinden sämtliche Sicherungsmechanismen von L, nur um ihrer egoistischen und abgrundtiefen Bosheit Genüge zu tun. Sie werden daher für lange Zeit deutlich reduziert.

Neugeschaffene Lebewesen haben einen ersten Bewusstseinszustand, der sie in die Lage versetzt Substanzen auf ein Zentrum, das erste Ich, zu beziehen. Das Bewusstsein ist subjektiv, da seine Selektionsprozesse (der Substanzen) individuell sind. Damit ist es uns möglich die Welt in Abhängigkeit von unserem Karma wahrzunehmen. Unsere Erkenntnisse sollten bis zu einer eventuellen Falsifikation nur vorläufig als wahr angenommen werden.

Bezeichnungen von Entitäten sind Zuteilungen, die an ihnen keine Veränderungen bewirken. Alle Substanzen (auch des Bewusstseins) existieren aus sich selbst heraus, d. h. ihre Existenz ist nicht abhängig, obwohl unter ihnen Abhängigkeitsverhältnisse in Form von Bezügen und Regeln bestehen können. Viele Illusionen stellen einen zu hohen Aufwand dar. Daher ist unsere Welt bei richtiger Sicht so wie wir sie sehen. Allwissenheit ist unmöglich.

Sie ist als vollständiger Zustand auch nicht wünschenswert (allein wegen der Langeweile). Hellsehen ist aufgrund potenzieller missbräuchlicher Machtausübung nur entsprechend entwickelten Lebewesen möglich. (Vollständige und endgültige) Erleuchtung verhindert sinnvolle weitere Entwicklung. Eine (bewusstseinsmäßige) Verschmelzung mit der Welt ist weder sinnvoll im Sinne der Entwicklung, noch uns möglich. Sie kann sogar schädlich sein.

Jede Welt kann sich gemäß dem Willen von L durch entsprechende Entwicklung in eine Welt beliebiger endlicher oder unendlicher Komplexität entwickeln. Eine Beschränkung liegt lediglich im Willen von L begründet. Ein Grund hierfür ist der Entwicklungsfortschritt, der, wenn er zu gering ist, einen Wechsel der Geschöpfe in Folgewelten als den besseren Weg ausweist. Der Tod besteht vor allem in dem Transfer des geistig-seelischen Bezugssystems.

Dieses wird für jedes Geschöpf in die für es gemäß der Entscheidung von L bestimmte Folgewelt transferiert, wobei die hinreichend entwickelten Geschöpfe ein Mitspracherecht bei der Auswahl einer der von L vorgeschlagenen Alternativen haben. Diese bestimmt die weitere Ausgestaltung des gesamten Bezugssystems (in) der Folgewelt. Die in der alten Welt bestehenden Bezüge zu L und das Karma des Geschöpfes bestimmen es ebenfalls.

Neben diesen wird ein Geschöpf durch das Überbewusstsein bestimmt, das eine Zwischenstufe zwischen L und den Geschöpfen bildet. Bspw. wird die Synchronisation der Geschöpfe durch das Überbewusstsein gesteuert. Wer ein gutes Verhältnis zum Überbewusstsein hat, kann Aufgaben an es für sich delegieren und sich parallel anderen Dingen widmen (z. B. in einem Gespräch, wenn die nötige Höflichkeit gewahrt bleibt).

Unter- und Überbewusstsein bestimmen durch wesentlich mehr Bezüge als im Bewusstsein vorhanden sind und dort bestimmt werden kann. Dies ist in anderen Welten anders, insbesondere in den komplexeren. Das menschliche Bewusstsein ist relativ schwach gegenüber seinen beiden Konkurrenten, da diese es weitgehend bestimmen. Noch vermag niemand zuverlässig zu bestimmen, was zie in der nächsten Zeit genau denken wird.

Dieses hat Vor- und Nachteile, die es in Zukunft genau abzuwägen gilt, wenn on darangeht diesen Zustand zu ändern. Auch L konnte erst durch den (passiven) (simultanen) Bezug des Unendlichen und insbesondere der Geschöpfe zu dor werden, don zie heute ist. Ein interessanter Schritt ist sicherlich die Gestaltung paralleler Bewusstseine und ihre sichere Vernetzung mit der Schaffung eines Gesamtbewusstseins mit mehreren individuellen Teilen.

Das Überbewusstsein ist unpersönlich und durch die Gemeinsamkeit gekennzeichnet, die in der Beteiligung der Vielen besteht. Es lässt sich nicht zur Kommunikation mit anderen nutzen, da es keine Einzelinteressen vertritt, sondern nur integriert. Daher hat es ausgleichenden Charakter und wächst mit dem Weltwissen. Es macht Weltseele und –geist bewusst. Besonders präsent wird es im Zustand der Erleuchtung und der Vereinigung mit L.

Das Überbewusstsein sprengt die Fassungskraft des (Unter-) Bewusstseins bei weitem. Daher birgt seine intensive Nutzung ein Auswahlproblem. Es lässt sich aber nicht instrumentalisieren, sondern seine Nutzung hängt von der göttlichen Gnade ab, die sich an der göttlichen Ordnung orientiert. Da es nicht missbraucht werden soll, wird hinreichende Reife für seine Nutzung vorausgesetzt. Am hilfreichsten ist hier eine gute Beziehung zu L.

Überbewusste Erfahrungen stellen also eine Ausnahme dar. In den positiven werden die Harmonie der Welt und die Genialität von L deutlich. In den negativen kann on bspw. das Böse in seiner ganzen Tiefe ermessen. In beiden stellt sich ein Gefühl der Gleichzeitigkeit von Erfahrungen ein, das über das normale Bewusstsein hinausgeht. Drogenkonsum und Trancezustände können überbewusste Erfahrungen herbeiführen. Hier ist Vorsicht geboten.

Der Zustand der Welt bestimmt den Zustand von Weltseele und -geist. Je besser und L-würdiger ersterer ist, desto günstiger ist es für den letzteren. Dann gibt es positive Rückkopplungen für L und die Geschöpfe. Andernfalls ist die Harmonie empfindlich gestört und dies wirkt sich negativ auf das Gesamtbefinden aller aus. Weltseele und –geist sind wie auch das Überbewusstsein gemeinschaftlich, unpersönlich und wechselwirken miteinander.

Der Wille wird durch die Substanz Wollen sowie das Subjekt und das Objekt des Wollens bestimmt. Bei aufkommenden starken Aversionen wird die Entscheidungsmacht gemäß dem Willen an don Entscheidungsträgon vom Unterbewusstsein übergeben. Dieses kann jedoch den Willen übergehen, wenn Gefahr im Verzug ist. Wille und Unterbewusstsein konkurrieren ständig um die Entscheidungshoheit gemäß den auftretenden Diskrepanzen im Trägon.

Kennzeichen des Guten ist es zu immer weiterer Differenzierung und zum Positiven zu führen. Das Böse hingegen führt zur Verklumpung und zum Leid. Deshalb ist der Tod des höchsten Gottes ein Zustand der vollständigen positiven Differenzierung, die zwar atmende Anstrengung, aber kein Leiden kennt. Damit es eine positive Steigerung gibt, sind die ersten Welten einfach und die späteren höheren angenehm kompliziert und schön.

Der Langweile des Todes entgeht der höchste Gott durch ein abwechslungsreiches Erleben des jeweiligen Vielen, durch das Vergessen oder das Annehmen einer einfacheren Gestalt, die die Geschöpfe erleben lässt. Pausen vom Fremderleben geben Zeit für das Eigenerleben und umgekehrt, in denen die andere Seite erlebt und ggf. Korrekturen durchgeführt werden können, um die Welten im Einklang mit den Göttern und Geschöpfen in Ordnung zu haben.

Obwohl die Substanzen zusammen eine andere Form bilden können, können zwar die Formen, nicht aber die Substanzen an sich vergehen. Die Formen bleiben immer bildbar und vergehen zumindest potentiell nicht, sind also aktualisierbar. Das Herausformen des Eleganteren, Besseren als dem noch nicht Gewesenen ist zumindest in der nicht-bewussten Wiederholung als Lücke des Gedächtnisses gegeben, wenn es nicht noch dankbarer neu ist.

Andererseits ist ein Wissen des Ganzen unmöglich, da es zu umfangreich ist. Es kommt darauf an sich im Tod des höchsten Gottes immer neue attraktive Aufgaben zu stellen und ggf. den Weg der Reduktion zu gehen, wenn die faktischen Grenzen erreicht sein sollten. Zwar müssen die Welten auch durch den höchsten Gott aufrechterhalten werden, dies bedeutet jedoch nicht, dass er zu weit von den Geschöpfen entfernt sein darf.

Gerade in den an den Extremen auftretenden Fehlern zeigt sich, wo die am dringendsten zu reparierenden Schwachstellen liegen, wobei dies nicht mit der Komplexität einher gehen muss. Unsere Welt ist das beste Beispiel, wo was im Argen liegt und wo die Götter hinter den Erwartungen deutlich zurückgeblieben sind. Es ist zu billig alles auf die Geschöpfe oder höhere Hierarchieebenen abwälzen zu wollen. Das Universum verlangt ständige Forderung.

© 2010-2014 by Boris Haase


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